Leider wird auch dieser absolut gelungene Beitrag von Falko Maiwald, die Menschen nicht erreichen!
Es ist eine Schande, was wir alles zu lassen.
Meine Hoffnungen, die ich noch bis vor einiger Zeit hatte, sind mittlerweile verschwunden. Ich hab' es satt immer wieder aufmerksam zu machen, ohne etwas zu erreichen.
Ich frage mich: Können wir uns denn noch selbst in die Augen schauen, wenn wir an die Zukunft unserer Kinder denken?
Ich frage mich: Was wollen wir unseren Kindern erzählen, dass wir alles mit uns haben machen lassen!?
Ich frage mich: Wollen wir wieder zu spät aufwachen?
Ich frage mich:
Nützt es denn etwas, wenn ich wieder einmal mit den gleichen, immer wieder kehrenden Phrasen komme ...
Organisiert Euch doch endlich! Tut es für unsere Kinder, bevor es ganz zu spät ist! Wir können es schaffen, aber nur Gemeinsam.
Unsere Kinder haben es verdient, dass wir uns für sie einsetzen.
Es nützen weder Demos noch Plakate mit den ewig gleichen Sprüchen.
Wir sind doch Millionen! Wir sind doch kreativ und einfallsreich!
Ich denke, NEIN! Dafür ist es zu spät!
Auch hier wird es wieder einmal keinerlei Reaktionen geben. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt und dabei schließe ich mich selbst nicht aus! Es ist einfach nur noch unerträglich!
So krank ist diese Gesellschaft
Ein Kommentar von Falko Maiwald
27.03.2012
Diese Gesellschaft hat es geschafft: bravo. Beide Kinder psychisch am Ende, kaputtgespielt von einem interessenlosen und inkompetenten Schulsystem, wo man sich um prügelnde Kinder kümmert, jedoch nicht um die, die verprügelt werden. Warum auch, die sind ja "selbst schuld". Ein Wertesystem, das auf gnadenlosem Konkurrenzkampf basiert und schon im Kindergarten intensiv vermittelt wird, um die Kinder auf ihre künftige Arbeitswelt vorzubereiten.
So krank ist diese Gesellschaft
Banken und damit deren Managern werden Milliarden an Steuergeldern in den Hintern geblasen, weil sie durch höchst spekulative Börsenzockerei die Milliarden anderer verloren haben. Das unternehmerische Risiko, ein Grundprinzip des Kapitalismus, gilt da nicht mehr. Doch woher die Milliarden nehmen? Also wird die Unterschicht kaputtgespart, zuallererst bei Bildung und Soziales. Und das finden die Meisten sogar in Ordnung, denn ihnen wurden von klein auf kranke Wertvorstellungen eingeimpft, dass sich jeder nur selbst der Nächste ist und wer sich nicht mit den Ellenbogen durchsetzen kann oder will, aus der Gesellschaft ausgestoßen gehört.
So krank ist diese Gesellschaft
Mitleid, Teilhabe, Gemeinschaft, Freundschaft, Ehrlichkeit, Nächstenliebe sind moralische Werte, die in dieser Gesellschaft nur noch ein Schattendasein fristen, weil sie der Profit- und Machtgier von Politik und Wirtschaft im Wege stehen.
So krank ist diese Gesellschaft
Das meine Kinder schon jetzt den ganzen Hass, die Niedertracht, die Verachtung spüren müssen, welche die Gesellschaft für sie empfindet, ist unerträglich. Hilfe gibt es für sie nicht, nur für die Täter, auch das ist unerträglich.
Die kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtungen in Deutschland sind übervoll, können keine neuen Patienten mehr aufnehmen. Bei denen für Erwachsene sieht es genauso aus. Anträge auf Erweiterung werden von den Krankenkassen abgelehnt, denn denen geht es ebenfalls nur ums Geld. Warum auch sollte man dort von dieser Regel abweichen. So krank ist diese Gesellschaft: sie frisst ihre Kinder, sie frisst ihre Zukunft – aus Macht- und Profitgier. Marionettenregierungen, gewählt und gesteuert mit diesem Profit, streben eine europäische Wirtschaftsregierung an, welche die politischen ersetzen soll – wo bleibt der Mensch? Er wird abgeschafft, zu einer Ware degradiert, die, wenn sie nichts mehr Wert oder zu teuer ist, entsorgt wird.
So krank ist Europa.
Stumpfsinnige Arbeitssklaven, unfähig zu eigener Meinung, Rücksichtslos gegenüber anderen, deren höchste Erfüllung darin besteht, nach der Arbeit "Party" zu machen. Die sich vor Profit- und Machtgier in den Staub werfen, diese anhimmeln und nach einem Krumen davon hecheln. So wünschen sich Wirtschaft und Politik die zukünftige Arbeiterschaft eines wirtschaftlich geeinten Europa als Vorstufe einer zukünftigen Weltwirtschaftsregierung.
Das ist nicht die Zukunft, die ich als Vater für meine Kinder erhofft, gewünscht und für die ich mich für meine Kinder aufgeopfert habe. Denen kann ich nur raten: "Macht nicht denselben Fehler wie ich: setzt keinesfalls Kinder in diese kranke Welt in der trügerischen Hoffnung, ihr könntet dafür sorgen, dass es ihnen besser ergeht wie euch. Erspart ihnen die Demütigungen und das Leid, das ihr selbst erfahren musstet und noch erfahren werdet." (fm)
Quelle: Gegen Hartz